How To – Windows für die Masseninstallation vorbereiten – Sysprep

Was versteht man unter Sysprep

Auch im Windows Server 2019 ist das Tool Sysprep noch vorhanden. Gerade für das Deployment ist es ein unverzichtbares Werkzeug. Aber was steckt nun eigentlich dahinter? Das System Preparation Tool, wie es vollständig heißt, gibt es schon seit Windows 2000. Der Hauptzweck liegt darin, dass man ein individuelles Image einer Installation erstellen kann.

Man bedenke, wenn man mehrere Installationen mit dem gleichen Image tätigen würde, hätte man in der Regel immer alle gleich. Also der Name, die SID etc.. Dies geht in einem Netzwerk natürlich nicht. Aus diesem Grund kann sysprep dazu verwendet werden, eindeutige maschinenspezifische Einstellungen zu entfernen. Man spricht auch davon, dass der Windows Client- oder auch Windows Server für die Abbilderstellung vorbereitet wird.


Was bewirkt die Ausführung von Sysprep

Wie Eingangs erwähnt, werden damit maschinenspezifische Informationen vom System entfernt. Was sind aber jetzt das genau für Einstellungen. Zunächst mal wird die Sicherheits-ID (SID) entfernt. Das ist im Prinzip das eindeutige Merkmal. Im Fachjargon spricht man dabei auch von Generalisieren des PCs. Des Weiteren werden spezifische Treiber deinstalliert.

Dabei ist anzumerken, dass diese nur deinstalliert werden, aber nicht entfernt werden. Abschließend kann mit Sysprep der Computer auch immer in den Out-of-Box-Experience (OOBE) Modus gestartet werden. Dabei wird er im Prinzip so vorbereitet, dass die Konfigurationen individuell erstellt werden können.

Beim Start des Images ist dies dann dadurch sofort ersichtlich, dass man wieder die Grundkonfigurationen vornehmen muss. Das bedeutet man muss einen Namen eintragen, eine Zeitzone konfigurieren etc..

Sysprep kann die Bereitstellung automatisieren

Damit man die obigen Konfigurationen nicht bei jedem einzelnen Client und Server durchführen muss, können diese Prozesse auch automatisiert werden. Dazu verwendet man eine sogenannte Unattend.xml Datei (Antwortdatei).

Diese beinhaltetet anschließend sämtliche Einstellungen. Dabei spricht man auch von einer unbeaufsichtigten Installation. Um diese erstellen zu können, benötigt man das Progamm Windows Automated Installation Kit (AIK). Diese Anleitung beschreibt jedoch die Installation ohne Antwortdatei.

Sysprep unter Windows ausführen

Windows Server 2019 - spezifische Merkmale entfernen - sysprep starten
Windows Server 2019 – spezifische Merkmale entfernen – sysprep starten

Sysprep kann einfach über das Ausführen Menü geöffnet werden. Also z. B. über die Tastenkombination Windows Taste + R. Anschließend tippt man sysprep ein und kann per Doppelklick das Programm aus dem geöffneten Explorer Fenster starten.

Die grafische Oberfläche liefert sofort die Informationen, um was es sich bei diesem Tool handelt. Es gibt jetzt zwei wesentliche Einstellungen.

Windows Server 2019 - spezifische Merkmale entfernen - Sysprep Einstellungen
Windows Server 2019 – spezifische Merkmale entfernen – Sysprep Einstellungen

Systembereinigungsaktion: Out-of-Box-Experience (oobe) oder Systemüberwachungsmodus (audit)

Beim Modus oobe würde nach dem Systemstart wieder die Willkommenseite angezeigt, in welcher anschließend alle Einstellungen für den PC neu eingegeben werden müssen. Wenn man also vom gleichen PC die Einstellungen zurücksetzen möchte, dann kann man diese Option wählen.

Wenn man allerdings später dieses Image auf einem anderen PC verwenden möchte, so muss man ihn herunterfahren. Genau diese Möglichkeit findet man im zweiten Pull Down Menü. Standardmäßig ist dort die Option Neustart eingestellt. D. h. was also nach dem Bereinigen stattfinden soll, stellt man in diesem Menü ein.

Unter dem Häkchen Verallgemeinern verbirgt sich genau die Optione generalize womit u.a. die folgenden Einstellungen zurückgesetzt bzw. gelöscht werden.:

  • Wiederherstellungspunkte
  • Löscht das Profil des lokalenAdministrator
  • Setzt den Security Identifier (SID) zurück

Der Überwachungsmodus bietet die Möglichkeit Treiber sowie auch Anwendungen zu installieren. Der Parameter hierzu ist audit. Damit könnte man also verschiedene weitere Systemeinstellungen konfigurieren. Was man generell unter einer Referenzinstallation versteht und wie man ein Windows Image aufzeichnet, könnt ihr im Artikel:PC für eine mehrfache Installation vorbereiten, nachlesen.

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Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.


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