PC für eine mehrfache Installation vorbereiten!

Massendeployment von Windows Systemen mit Windows PE

Einführung

Wie erstellt man viele PC´s mit gleichen Programmen und Einstellungen. Also z.B. einen Schulungsraum. Hierzu muss man einen sogenannten Referenzrechner konfigurieren. Wie geht das?

In diesem Artikel möchte ich euch kurz zeigen, wie man von einem Referenzcomputer ein Masterimage erstellt und dieses dann auf verschiedene PC´s austeilt. Gehen wir mal davon aus, wir möchten einen Schulungsraum mit 20 PC´s einrichten. Alle PC´s sollen die gleiche Installation besitzen wie der Referenzcomputer.

Skizze: Installation Schulungsraum

Referenzcomputer vorbereiten

Alle Computer sollen die gleiche Hardware besitzen und sie sollen alle die gleichen Einstellungen vorweisen. Also die gleichen Programme, Beschränkungen, etc.. Einige Einstellungen dürfen natürlich auf gar keinen Fall gleich sein. Dies wäre z.B. der PC-Name. Hierfür dient uns anschließend das Tool sysprep. Wir installieren also einen sogenannten Referenzcomputer. D.h. wir installieren auf diesem Windows und anschließend die verschiedenen Softwareprodukte. Des Weiteren nehmen wir sämtliche Einstellungen vor. (z.B. Desktop Icons etc.) Nachdem der PC fertig konfiguriert ist, führt man sysprep (Systemvorbereitungstool) durch. Dieses Tool bereitet eine Installation von Windows für die Duplizierung bzw. Abbilderstellung vor. Es werden damit  alle systemspezifischen Daten aus einem Windows Abbild entfernt.

Das Systemvorbereitungstool befindet sich im Pfad.

C:\Windows\System32\sysprep\sysprep.exe
Systemvorbereitungstool

Tipp: sysprep kann man auch im Überwachungsmodus starten. Dieser ermöglicht es, Anwendungen und Gerätetreiber von Drittanbietern zu installieren bzw. die Funktionalität des Computers zu testen.

Sollte man alles wie gewünscht eingestellt haben, so muss man sysprep mit der Option OOBE (Out-of-Box-Experience) herunterfahren. Man muss auch den Haken bei Verallgemeinern (generalize) setzen. Erst dadurch werden die systemspezifischen Daten aus der Windows Installation entfernt.

Windows PE Datenträger erstellen

Um nun das Image von dem Referenzcomputer aufzeichnen zu können, benötigt man ein Startmedium. Mit Hilfe des Windows ADK (Windows Assessment and Deployment Kit) kann man eine sogenannte Windows Preinstallation Environment (Windows PE) CD oder USB Laufwerk erstellen. Am einfachsten und sinnvollsten ist es, wenn man einen USB Stick* erstellt. Als erstes muss man das ADK auf einem dritten Rechner installieren. Anschließend startet man die Umgebung für Bereitstellungs- und Imagestools als Administrator und erstellt eine Arbeitskopie.

copype amd64 c:\WinPE_amd64

Zu guter letzt muss man Windows PE noch auf dem Stick installieren.

MakeWinPEMedia /UFD C:\WinPE_amd64 F:

Sollten Probleme auftauchen, bietet die Seite von msdn viele hilfreiche Tricks und Tipps. Nun sind wir im Besitz eines bootbaren USB Stick* und müssen den Referenzcomputer nur noch davon booten lassen. Beim booten die Taste  F12 drücken – damit kommt man in der Regel in das Bootmenü – und den Stick auswählen.

Das Masterimage vom Referenzcomputer aufzeichnen

Nachdem der Referenzcomputer mit dem Windows PE Stick gestartet wurde, müsste man das folgende Konsolenfenster sehen.

Windows PE Startfenster

Zum Aufzeichnen dient das Tool imageX. Mit dem folgendem Befehl wird das Image, welches sich im Laufwerk C:  befindet auf das Laufwerk D:\WIMWin8.wim aufgezeichnet. Als Name für das Image wird Master Windows 8 gewählt.

imagex /compress maximum /verify /capture C: D:/WIMWin8.wim “Master Windows 8“

Bedeutung der verwendeten Parameter:

  • /compress: Das Abbild wird komprimiert
  • /verify: Das Abbild wird überprüft
  • /capture: Legt fest, welches Laufwerk aufgezeichnet werden soll.

Das Laufwerk D: ist in meinem Fall einfach eine externe Festplatte, auf der das Masterimage gespeichert wird. Selbstverständlich geht das ganze auch über eine Netzwerkfreigabe. Hierfür muss man aber den PC in ein Netzwerk einbinden – ihm eine IP-Konfiguration sowie ein Netzlaufwerk zuweisen.

Masterimage auf den neuen PC installieren

Nachdem wir nun im Besitzt eines neuen Windows Images sind, können wir dieses auf unseren gewünschten PC´s aufspielen. Als ersten müssen wir den neuen PC ebenfalls von dem Windows PE Medium starten. Wir erhalten dann wieder unser Windows PE Konsolenfenster. Falls die Festplatte des neuen PC´s noch nicht formatiert ist, muss dies noch bewerkstelligt werden. In der Regel ist sie das auch nicht. Mit dem Tool Diskpart lässt sich das relativ einfach durchführen. Hier ein kleines Beispiel, wie die Festplatte für das Installieren vorbereitet wurde.

Diskpart
select disk 0
clean
create partition primary size = 120000
select partition 1
format fs=ntfs label=“Win7“
assign letter =c
active
exit

Es wurde im obigen Skript die komplette 120 GB große Festplatte verwendet.

Jetzt können wir das Image auf unseren neuen PC aufspielen.

imagex.exe D:\WIMWin8.wim 1 C:

Das Image wird von unserer externen Festplatte (wir erinnern uns – D:) auf unser Laufwerk C: geschrieben. Falls wir mehrere Edition hätten, so muss man die gewählte Edition angeben. Bei dem Befehl entspricht dies dem sogenannten Index. In unserem Fall ist dieser 1. Sobald der PC fertig ist, erfolgt ein Neustart. Jetzt können wir die maschinenspezifischen Einstellungen vornehmen. Also PC-Name, Uhrzeit, etc. Unsere neuen PC´s im Schulungsraum haben nun alle das gleiche Abbild installiert.

Fazit

Die beste Lösung ist diese Vorgehensweise natürlich noch nicht. Den man muss an jedem PC einen USB Stick einstecken. Besser wäre das natürlich wenn man das ganze über das Netzwerk durchführt. Hier bietet sich an, dass man einen Windows Deployment Server (WDS) installiert. Dieser stellt dann ein Windows PE bereit und kann damit die Images aufzeichnen sowie auch austeilen. Allerdings ist der Aufwand hierfür zu mindestens am Anfang doch größer.  Aber auf längere Sicht natürlich praktikabler.

Tolle Bücher

4 Kommentare

  1. So viele Rechtschreibfehler und dann auch noch bei den Anweisungen selbst. Das ist schwach.

    copye amd64 c:WinPE_amd64 Hier müsste es “copype” heißen
    akeWinPEMedia /UFD C:WinPE_amd64 F:. Der Punkt ist zu viel und besser wäre es gewesen zu sagen, dass F der Laufwerksbuchstabe des USB Laufwerks sein soll.

    Windows PE Datenträger ertellen Das sollte wohl “erstellen” heißen. Das zieht sich durch den ganzen Text und ist bei den Anweisungen wirklich ärgerlich.

    • Hallo Webby, vielen Dank für deine Kritik.
      Natürlich ist es ärgerlich, wenn in den Befehlen Fehler auftreten. Leider kann das mal passieren. Die fehlenden Backslashes rühren daher, dass ich mal ein Problem mit einem Plugin hatte, welches mir anscheinend bei Befehlen immer den Backslash entfernte.
      Selbstverständlich habe ich die Rechtschreibfehler sowie die Fehler bei den Befehlen beseitigt.
      Nochmals danke für deinen Hinweis und ich hoffe du konntest trotzdem ein bisschen Wissen aus dem Artikel ziehen.
      Gruß Markus

  2. Hey Markus,
    Leider fehlt immer noch ein \ nach C: bei “MakeWinPEMedia /UFD C:WinPE_amd64 F:”.
    die Anleitung ist echt super hat mir wirklich weitergeholfen.
    MfG Momo

    • Misst, manchmal sieht man den Fehler auch nach dem 10 mal lesen nicht. Danke ich habe die Befehlszeile korrigiert. Freut mich, dass dir der Artikel weitergeholfen hat.

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