Windows Netzlaufwerk mit der PowerShell verbinden

So verbindet man ein Netzlaufwerk unter Windows mit der neuen PowerShell

Überblick

Eine Standardaufgabe ist natürlich das verbinden von Netzlaufwerken. Sei es jetzt man verwendet einen Domänencontroller, indem man Benutzerprofile verbinden muss oder man hat eine NAS wie z.B. die Synology* auf welchem sämtliche Verzeichnisse freigegeben liegen. Auch bei mir liegen sämtliche Daten ausgelagert auf einem NAS. Um die Verzeichnisse einzubinden, verwende ich Netzlaufwerke. In der Regel geht das relativ einfach mit der alten cmd und dem Befehl net use. Dies habe ich in den beiden Artikel: Windows Netzlaufwerk verbinden und Netzlaufwerk automatisch einbinden bereits ausführlich beschrieben. Da aber die cmd von der Windows PowerShell langfristig abgelöst wird, stellte sich mir die Frage, wie man Laufwerke mit der PowerShell einbinden kann. Genau das möchte ich euch in diesem Artikel beschreiben.

NEU: Netzlaufwerk mit der Windows PowerShell einbinden – Neues Modul SmbShare

Netzlaufwerke mit der Windows PowerShell

Um mit der PowerShell Netzlaufwerke einbinden zu können, benötigt man erst mal das richtige Cmdlet. Nach einigem Suchen bin ich auf das Cmdlet New-PSDrive gestoßen, mit welchem genau das Problem gelöst werden kann. Sehr Hilfreich ist für ein Cmdlet natürlich immer die Hilfe. Am besten erreicht man die wie folgt. Mit der Option “-detailed” erhält man auch noch einige Beispiele, was für die Anwendung des Befehls sehr nützlich ist.

get-help new-psdrive -detailed

Im folgenden Beispiel verbinde ich die Netzwerkfreigabe “tausch” von meiner Synology Diskstation* mit der IPv4-Adresse 192.168.178.105 auf das Laufwerk T. Dabei soll die Freigabe dauerhaft eingebunden werden.

New-PSDrive -Name t -Root \\192.168.178.105\tmp-tausch -Persist -PSProvider FileSystem
Netzlaufwerk mit der Windows PowerShell einbinden!
Netzlaufwerk mit der Windows PowerShell einbinden!

Wie ersichtlich sind hier einige Parameter nötig. Die wesentlichen möchte ich kurz erläutern.

  • Name: hier gibt man den Netzlaufwerksbuchstaben an unter dem das Laufwerk erreichbar sein soll.
  • root definiert den Speicherort. Hier könnte man u.a. auch die Registry angeben.
  • Persist: Das Laufwerk soll dauerhaft eingebunden werden
  • PSProvider: Für Netzwerkfreigaben braucht man hier “Filesystem”
  • credential: Hier könnte man zusätzlich einen Benutzer angeben welcher die Recht inne hat

Sofern nun die Laufwerke eingebunden sind, kann man sich diese natürlich auch auflisten lassen. Hierzu nimmt man das Cmdlet Get-PSDrive. Schön ersichtlich sind die einzelnen Provider. So gibt es auch Certificate oder Registry.

Alle Netzlaufwerk mit der Windows PowerShell auflisten!
Alle Netzlaufwerk mit der Windows PowerShell auflisten!

In der Regel wird man die Befehle in ein Script packen, was beim anmelden des Benutzers oder beim Starten des PC ausgeführt werden kann. Damit das ganze funktioniert und ein PowerShell script auch ausgeführt werden darf, muss die Policy (also die Ausführungsrichtlinie) richtig gesetzt sein. Sehr einfach geht das folgendermaßen.

Set-ExecutionPolicy RemoteSigned

Ausführlich habe ich das ganze im Artikel: In Windows PowerShell Ausführungsrichtlinie setzen beschrieben. Dort findet man auch noch weiter mögliche Richtlinien.

Fazit

Eigentlich geht das Einbinden von Netzlaufwerken mit der Windows PowerShell sehr einfach. Man muss nur das richtige Cmdlet finden. Ansonsten funktionierte es prinzipiell genauso wie mit der cmd. Das nötige Cmdlet heißt dabei New-PSDrive. Langfristig wird man, denke ich, Netzlaufwerke nur noch mit der PowerShell einbinden. Verwendet ihr bereits die Windows PowerShell? Ich versuche immer mehr damit zu arbeiten, da Sie einfach viel mehr Möglichkeiten bietet und wie gesagt die Zukunft der Windows Administration wird.

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