Welche Arten von Webserver gibt es?

Eine kleine Übersicht über die verschiedenen Webserver

Wer sich schon mal bei einem Webhoster umgesehen hat, der hat bestimmt schon von den verschiedenen Servern gelesen. Dedicated, Virtuell, Root etc.. Was steckt hinter diesen Begrifflichkeiten?

Überblick

Zunächst muss man wissen, das man unter dem Begriff Server zweierlei versteht. Einmal geht es um die Software an sich. Wie z.B. Windows Server 2012R2 oder Debian und zum anderen geht es um die Hardware, bzw. wie die Software umgesetzt bzw. implementiert wird.  Weitere Informationen könnt ihr im Artikel: Was ist eigentlich ein Server, nachlesen. Bei einem Webserver muss man zusätzlich noch unterscheiden zwischen der Hardware, auf der dieser sitzt und der Software, welche darauf läuft. Die bekannteste ist hier der  Apache HTTP Server. Also das ist die Software, welche benötigt wird um überhaupt Webseiten anbieten zu können. Übrigens wird ein Webserver meist unter einem Linux oder UNIX System betrieben. Als kleines Beispielprojekt habe ich den schlanken  lighttpsd Server unter Linux installiert: Die Vorgehensweise und dessen Konfiguration könnte ihr im Artikel: Linux Webserver – Lighttpsd installieren mit php, nachlesen Das Produkt von Microsoft heißt 
Microsoft Internet Information Server (IIS). Nun gibt es bei den Webhostern (Providern) verschiedene Angebote mit unterschiedlichen Webserver Optionen und Preismodellen. Was steckt alles dahinter?

 

Shared Hosting oder einfach nur Hosting

Bei dieser Art des Webseiten Hostings, bekommt man auf einem Server eine oder auch mehrere Domänen bereitgestellt. Das wesentliche ist, dass man sich die Ressourcen des Server mit vielen anderen Webseiten Betreibern teilt. Dies kann natürlich bedeuten, dass der Server gerade bei sehr vielen Zugriffen (z.B. Datenbankabfragen) langsam reagiert. Natürlich variiert auch das Preismodell stark. Es hängt von den einzelnen Optionen ab. (Wieviele Datenbanken oder Speicherplatz man benötigt!) Dies ist aber die einfachste Form des Webhostings. Man hat zwar keinen eigenen Server, aber  für den Einstieg ist das Modell sehr gut geeignet. Ich persönlich verwende seit Jahren STRATO Hosting – Profi Websites und bin sehr damit zufrieden. Empfehlen könnte ich allerdings auch noch 1blue: www.1blu.de – Maßgeschneiderte Homepage-Pakete für jeden Anspruch. Ebenfalls ein gute Hosting Firma.

Dedicated oder Dezidierter Server

Diese Art der Server wird teilweise unterschiedliche bezeichnet. Wie die Überschrift schon vermuten lässt gibt es hierfür die Bezeichnung Dedicated oder Dezidierter Server. Generell ist das wesentliche daran, dass es sich um einen physikalischen Server handelt, der vom Provider für genau eine Webpräsenz bereitgestellt wird. Empfehlenswert ist dies Art des Hostings vor allem, wenn man einen hohen Traffic (viele Seitenzugriffe) hat. Die Kosten sind dabei natürlich nicht unbedingt wenig und ist auch noch davon abhängig ob man Windows oder Linux also Software verwendet.

Root Server

Wenn man einen eigenen Server (dedicated oder virtuell) hostet, ist man komplett selbst für dessen Administration verantwortlich. D. h. man muss sich um die Absicherung kümmern, um Updates, um die Pflege der Software etc. Hier sollte man unbedingt einiges an Know How bzgl. deren Administration mitbringen. Auch darf man nicht vergessen, dass man rechtlich dafür verantwortlich ist. Also wenn der Server z.B. gehackt wird und damit illegale Tätigkeiten durchgeführt werden. Aber natürlich bietet ein Root Server auch Vorteile. Man hat eine bestimmte Hardwarevoraussetzung, welche der Server nur für diese eine Webpräsenz verwendet. Ebenso alle Freiheit was die Administration anbelangt. Für Webseiten, die eine sehr hohe Performance benötigen, bleibt oft keine andere Wahl als ein Root Server.

Der Begriff Root-Server, wird auch gerne mal zweideutig verwendet. Es gibt nämlich auch im Internet insgesamt 13 Root Server. Bei diesen Servern handelt es um Server, die für die Namensauflösung zuständig sind. Mit Webserver hat das ganze nichts zu tun. Gerne verwenden aber auch Webhoster diesen Begriff, der jeher aus der Alltagssprache dadurch entstanden ist, weil man auf dem Server Root-Rechte besitzt (volle Administrationsrechte). Generell kann man beim Webhosting die Begrifflichkeiten dedicated Server und Root Server gleich setzen.

Virtueller Server

Als erstes sollte der Begriff virtuell erläutert werden. Es bedeutet vom Prinzip nur, das auf einem physikalischen Server mehrere Server (Software) parallel laufen können. Das wird durch die unterschiedlichen Technologien wie z.B.  Microsoft Hyper-V oder  VMware vSphere 5 Hypervisor (Anzeige)* ermöglicht. Übrigens ist das vom Prinzip das gleiche wie wenn man in der VMware Workstation 12 Pro (Anzeige)* ein anderes Betriebssystem laufen lässt. Dort ist es genau so. Man hat einen physikalischen Rechner mit einem sogenannten Host Betriebssystem und darauf läuft durch eine Virtualisierungstechnologie zusätzlich ein virtuelles Betriebssystem (Man bezeichnet das gerne als Gast oder Instanz). Auf diesem physikalischen Server teilt man sich ebenfalls die Ressourcen (Speicher, CPU, RAM, etc..) Aber man hat natürlich seinen eigenen Server (Softwaremäßig) und damit natürlich auch viel mehr Freiheiten bei der Administration. Auch hier gibt es bei  STRATO V-Server Linux und  STRATO V-Server Windows meiner Meinung nach sehr gute Angebote.

Managed Server

Nicht jeder kann oder möchte einen Server selber betreuen. Gerade im Punkto Pflege, kann das doch sehr aufwendig sein. Viele Webhoster bieten deshalb dedicated oder virutuelle Server an, welche aber durch den Webhoster administriert werden. Man muss sich also hier um die Administration nicht selber kümmern. Die folge davon ist natürlich ein höherer Preis.

Fazit

Welchen Webserver man benötigt, hängt sehr stark von dem Traffic ab, bzw. auch davon was man im Internet anbieten möchte. Ein Webshop hat natürlich andere Anforderung als eine reine Informationsseite. Die erläuterten Begrifflichkeiten sollten einen erste grobe Überblick liefern, was es alles an Möglichkeiten gibt.