Routing am Windows Server 2016 einrichten – Statisches Routing konfigurieren – Teil 3

Artikelserie: Routing mit dem Windows Server 2016 einrichten! Teil 2 Routing und RAS einrichten.

Im zweiten Teil des Routingsszenario wurde ein Server als Router verwendet. Damit der Server als Router arbeitet und auch sämtliche Schnittstellen erkennt, muss man Routing und RAS installieren und konfigurieren. Dieses Netzwerkszenario wird jetzt mit einem weiteren Server als Router sowie einem weiterem Netzwerkbereich erweitert. Damit ist es möglich das Prinzip der statischen Route zu erläutern.

Das Netzwerkszenario sieht nun wie folgt aus.

Windows Server Routing über zwei Netzwerkbereich - Subnetze
Windows Server Routing über zwei Netzwerkbereich – Subnetze

Als erstes muss der Server R2 eingerichtet werden. Zunächst erstellt man die beiden Schnittstellen VMnet4 und VMnet5. Anschließend benennt man diese wieder um und vergibt sinnvolle Namen. Die IP-Adressen, welche eingestellt werden müssen sind im Netzwerkplan ersichtlich.

Routing mit dem Server 2016 - IP Adresse konfigurieren
Routing mit dem Server 2016 – IP Adresse konfigurieren

Ebenso muss hier das Routing & RAS installiert werden, so wie es schon im Teil 2 beim Server R1 beschrieben wurde. Hinzu kommt lediglich, dass es einen neuen IP-Adressbereich gibt. Das rechte Segment verwendet den Bereich 10.0.0.0. Der zweite Windows 10 Computer erhält natürlich ebenso eine Adresse aus dem Bereich 10.0.0.0. Dieser benötigt auch einen Standardgateway, welcher zum Server R2 zeigt.

Routing mit Server 2016 - Routing und RAS - IP Einstellungen
Routing mit Server 2016 – Routing und RAS – IP Einstellungen

Die Grundkonfiguration wäre somit erledigt. Es fehlt nur noch die Konfiguration, dass vom PC1 im Segement 172.16.0.0. zum PC2 im Segement 10.0.0.0. gepingt werden kann. Hierzu sind am Server R1 sowie R2 jeweils statische Routen einzutragen. Der Router R1 muss wissen, was er mit Pakete macht, welche in das Netzwerk 10.0.0.0 gesendet werden sollen. Hierzu erstellt man einen statischen Routingeintrag. Unter Windows hilft dabei der Befehl route add, welchem man in der cmd ausführt.  Die Allgemeine Syntax lautet dabei wie folgt.

route add -p Zieladdresse mask Zielsubnetzmaske Gateway.

Dabei dient der Parameter -p für einen dauerhaften Eintrag in die Routingtabelle. Angewendet auf das folgende Szenario muss am Server R1 und R2 folgendes eingetragen werden.

Server R1:

route add -p 10.0.0.0 mask 255.0.0.0 192.168.10.250
Routing mit dem Server 2016 - Statische Routen mit der cmd eintragen
Routing mit dem Server 2016 – Statische Routen mit der cmd eintragen

Server R2:

route add -p 172.16.0.0 mask 255.255.0.0 192.168.10.254
Routing mit dem Server 2016 - Statische Routen mit der cmd eintragen
Routing mit dem Server 2016 – Statische Routen mit der cmd eintragen

Zu beachten ist allerdings noch die Windows Firewall. Unter der Datei und Druckerfreigabe (Echoanforderungen ICMP Pakete) gibt es eine Einstellung mit dem Namen Bereich. Hier ist die Einstellungen bei Remote IP-Adresse evtl. auf Lokales Subnetz gestellt. Dieser Eintrag muss natürlich geändert werden, da beim ping über das lokale Subnetz hinausgepingt wird.

Routen über mehrere Subnetze pingen - Firewall-Bereich-Einstellung
Routen über mehrere Subnetze pingen – Firewall-Bereich-Einstellung