Linux auf dem MacBook installieren und einrichten!

Oft benötigt man für Testzwecken oder auch für Penetrationstests ein weiteres Betriebssystem auf seinem MacBook. Neben Windows kannst du auch Linux auf dem MacBook installieren.

Für dessen Installation gibt es mehrere Optionen. Aber nur eine läuft am besten. Kleiner Spoiler: Die beste Software, um Linux auf dem MacBook zu installieren, ist eindeutig Parallels Desktop*. Damit hast du grundsätzlich die beiden Betriebssystem parallel im Betrieb.

Das ist oft für DevOps, Entwickler und auch für IT-Sicherheitsexperten nötig. Ein Beispiel wäre hier Kali Linux, welches eines der wichtigsten Handwerkzeuge für jeden IT-Sicherheitsexperten ist.

Welche Optionen gibt es für Linux auf dem MacBook?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Linux auf dem MacBook zu installieren. Am effizientesten ist meist eine Virtualisierungsumgebung. Einige der gängigen Methoden sind u. a. folgende:

  • VirtualBox: VirtualBox ist eine kostenlose und Open-Source-Virtualisierungssoftware, mit der du Linux auf einem macOS-System ausführen kannst. Ab er Version 7 werden auch apple silicon m1 Chips unterstützt.
  • VMware Fusion: VMware Fusion ist eine kommerzielle Virtualisierungssoftware. Auch damit lassen sich mittlerweile Linux sowie auch Windows virtualisieren.
  • Parallels Desktop: Parallels Desktop ist eine weitere kommerzielle Virtualisierungssoftware, welche die beste Unterstützung für macOS bietet. Auch ist diese Alternative mein Favorit. Später dazu aber mehr.
  • Bootcamp: Bootcamp ist eine von Apple bereitgestellte Funktion, mit der du Windows oder Linux auf einem Mac ausführen kannst. Damit wir das System nicht virtualisiert, sondern komplett installiert. Allerdings funktioniert das nicht mehr bei Apple silicon m1 chips
  • Docker: Docker ist eine beliebte Open-Source-Container-Virtualisierungstechnologie, mit welcher man Linux-Container auf einem macOS-System auszuführen kann.

Wie eingangs erwähnt, ist die beste Variante Parallels Desktop, weshalb in dieser Anleitung auch näher darauf eingegangen wird.

Welche Vorteile bietet Parallels Desktop?

Parallels Desktop bietet viele Vorteile, wenn man es verwendet, um mehrere Betriebssysteme auf einem Mac auszuführen. Es ist mit dieser Software selbstverständlich auch möglich Windows auf dem MacBook zu installieren oder aber auch macOS selbst. Einige der wichtigsten Vorteile sind:

  • Unterstützung für mehrere Betriebssysteme: Mit Parallels Desktop kannst du Windows, Linux, Android und sogar macOS auf einem Mac ausführen, ohne zwischen verschiedenen Computern zu wechseln.
  • Leistungsstark: Parallels Desktop ist optimiert, um die Leistungsfähigkeit deines Macs voll auszuschöpfen und die Leistung der virtuellen Maschinen zu maximieren.
  • Einfache Integration: Parallels Desktop ermöglicht es dir, Dateien und Ordner zwischen deinem Mac und deinen virtuellen Maschinen einfach zu teilen und auf die gleiche Weise auf sie zugreifen zu können.
  • Seamless-Modus: Der Seamless-Modus ermöglicht es dir, Anwendungen aus deiner virtuellen Maschine direkt auf deinem Mac-Desktop zu starten, ohne dass du die virtuelle Maschine starten musst.
  • Unterstützung für Hardware: Parallels Desktop unterstützt eine breite Palette an Hardware-Peripheriegeräten, wie zum Beispiel Drucker, Webcams, und externe Festplatten und unterstützt auch die Nutzung von Mac-Funktionen wie Touch Bar und Siri.
  • Einfache Bedienbarkeit: Parallels Desktop hat eine intuitive und benutzerfreundliche Oberfläche, die es einfach macht, virtuelle Maschinen zu erstellen, zu verwalten und zu verwenden.
  • All diese Vorteile machen Parallels Desktop zur besten Software, wenn du mehrere Betriebssysteme auf deinem Mac ausführen willst, besonders wenn du Windows-Software benötigst und gleichzeitig deine Mac-Anwendungen nutzen möchtest.

Vorgehensweise bei der Installation von Linux auf dem MacBook:

Als Erstes musst du Parallels Desktop von der offiziellen Website herunterladen und es auf deinem MacBook installieren. Du musst die Software nicht sofort kaufen, sondern du kannst die 14-tägige kostenlose Testversion verwenden.*

Damit hast du auch genügend Zeit, um alles in Ruhe zu testen. Ich selbst habe es ebenso gemacht. Die Installation von Parallels Desktop ist im Prinzip selbsterklärend.

Linux auf dem MacBook installieren - mithilfe von Parallels Desktop
Mit Parallels Desktop – Kali Linux installieren*

Nachdem du die Parallels Desktop Software gestartet hast, kannst du über Datei -> Neu-> eine neue virtuelle Maschine erstellen. Der Installationsassistent hilft dir dabei, um die Installation erfolgreich durchführen zu können.

Linux auf dem MacBook installieren - Installationsassistent starten

Wähle „Linux“ als Betriebssystem sowie die gewünschte Distribution. Hier kannst du z. B. Ubuntu wählen oder aber auch das beliebte Kali Linux, welches gerade für Penetrationstest und das Aufdecken von Sicherheitslücken sehr interessant ist.

Um Linux auf dem MacBook zu installieren, kannst du auch eine ISO-Datei verwenden, falls du eine bestimmte Version von Linux verwenden möchtest. Es muss also nicht ein vordefiniertes Linux verwendet werden. Bekannterweise gibt es ja ziemlich viele verschiedene Linux Distributionen.

Jetzt musst du nur noch den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Selbstverständlich könntest du auch noch sämtliche einzelnen Parameter des virtuellen Computers einrichten.

Linux auf macOS installiern Konfigurationen vornehmen

Nach der Installation von Linux kannst du das Betriebssystem jederzeit über Parallels Desktop starten und verwenden. Es funktioniert fast so, als ob es direkt auf deinem MacBook installiert wäre. In folgendem Beispiel wurde Kali Linux auf dem MacBook installiert.

Besonders hervorzuheben sind in Parallels Desktop noch die verschiedene Modis.

  • Coherence-Modus
  • Bild im Bild
  • Vollbildmodus

Der Coherence-Modus

Dies ist in Parallels Desktop eine Funktion, welche es ermöglicht, Windows-Anwendungen auf dem Mac-Desktop zu verwenden, ohne dass das Windows-Betriebssystem sichtbar ist.

Es ermöglicht, dass die Linux-Anwendungen in ihren eigenen Fenstern auf dem Mac-Desktop ausgeführt werden und sich wie native Mac-Anwendungen verhalten. Mit dieser Funktion kannst du problemlos zwischen Mac- und Linux-Anwendungen wechseln, ohne das Betriebssystem wechseln zu müssen.

Der Bild im Bild Modus

Der Bild-in-Bild-Modus in Parallels Desktop ermöglicht es dir, ein Linux-Fenster in einem kleineren Fenster auf dem Mac-Desktop anzeigen zu lassen, während du weiterhin andere Anwendungen auf dem Mac verwendest.

Du kannst das Linux-Fenster an jede beliebige Stelle auf dem Mac-Desktop verschieben und es in der Größe anpassen. So kannst du unter anderem ein Video auf deinem Linux-PC ansehen, während du gleichzeitig auf dem Mac arbeitest.

Der Vollbildmodus

Zu guter Letzt gibt es noch den Vollbildmodus. Der Namen sagt hier im Prinzip schon alles über dessen Funktionsweise aus. Damit kannst du dich vollständig auf Linux konzentrieren und das Mac-Betriebssystem ausblenden.

Du kannst zwischen den geöffneten Linux-Anwendungen durch die Tastenkombination „Strg + Alt + Tab“ wechseln. Wenn du den Vollbildmodus verlässt, werden die geöffneten Linux-Anwendungen wieder in ihre normalen Fenster reduziert.

Linux auf dem MacBook installieren – Fazit & Ausblick:

Es ist wichtig zu beachten, dass die Leistungsfähigkeit der virtuellen Maschine von der Leistungsfähigkeit deines MacBooks abhängt und dass es möglicherweise einige Einschränkungen in Bezug auf die Hardware-Unterstützung gibt.

Parallels Desktop ist auch stets auf dem aktuellen Stand. So wird selbstverständlich auch die aktuelle macOS Ventura Version unterstützt. Für mehr Details kannst du auch im Datenblatt von Parallels Desktop nachlesen.

Wenn du also noch einer sinnvollen und funktionstüchtigen Lösung suchst, um Linux auf dem MacBook zu installieren, so kann ich dir Parallels Desktop* absolut empfehlen. Ich selbst arbeite jetzt seit ca. zwei Jahren damit und hatte noch nie Probleme.

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Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.


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