Überblick
Unter Windows Client sowie Server-Betriebssystemen gibt es neben der Möglichkeit physikalische Festplatten einzubinden, auch die Möglichkeit sogenannte virtuelle Festplatten zu erstellen und einzubinden.
Eine virtuelle Festplatte* kann vom Prinzip genauso wie eine physikalische Platte.
Virtuelle Festplatten Formate
Unter Windows bezeichnet man virtuelle Festplatten mit dem Format .vhd oder .vhdx (Virtual Hard-Disk). Es handelt sich dabei um ein Container-Dateiformat, was nichts anderes als eine Datei ist, die ihrerseits wiederum unterschiedliche Dateitypen enthalten kann.
Diese Datenträger können dabei mit einer festen oder dynamischen Größe angelegt werden. Generell haben die beiden Formate .vhd und .vhdx noch einen wesentlichen Unterschied. .vhd ist das ältere Format und kann nur eine maximale Größe von 2 TB betragen. .vhdx dagegen wesentlich mehr.
Übrigens haben wir schon gesehen, wo virtuelle Datenträger zum Einsatz kommen. Wenn man in der VMware Workstation 12 Pro eine virtuelle Maschine erstellt, so besitzt diese ebenso einen virtuellen Datenträger.
Hier werden diese Festplatten allerdings als .vmdk Dateien generiert. Vom Prinzip ist es aber das Gleiche.
Das Erstellen dieses Datenträgertyps geht natürlich wieder auf zwei verschiedenen Wegen. Zum einen mit der GUI und zum anderen mit der cmd, genauer gesagt mit dem Befehl diskpart. In diesem Artikel wollen wir uns aber auf das Erstellen mit der GUI beschränken.
Virtuellen Datenträger mit der GUI erstellen
Im ersten Schritt öffnen wir unserer Datenträgerverwaltung. Entweder über das Startmenü oder über den Befehl dismgmt.msc.

Anschließend gibt es unter Aktionen nun die Möglichkeit einen neuen virtuellen Datenträger zu erstellen. Hier wäre auch die Option um eine bereits vorhandene virtuelle Festplatte einzubinden.

Jetzt müssen wir einige Einstellungen bzgl. der Festplatte vornehmen. Wie bereits oben erwähnt, wird die Festplatte als Datei gespeichert. Deshalb muss als Erstes ein Pfad angegeben werden. Selbstverständlich müssen wir Windows auch mitteilen, wie groß die Festplatte* sein soll.
Weiterhin besteht jetzt die Option, zwischen .vhd und .vhdx zu wählen. Generell sollte man hier noch bedenken, wo die Platte zum Einsatz kommt. Alte Systeme werden mit dem neuen Format nicht umgehen können. Zu guter Letzt kann man noch zwischen dynamisch und fest entscheiden.

Sobald wir jetzt auf »O. K.« klicken, wird eine neue Festplatte erstellt. Was jetzt natürlich noch fehlt, ist das Initialisieren und Formatieren der Virtual-Hard-Disk.
Das geht genauso wie bei einer physikalischen Festplatte. Ihr könnt das in diesem Beitrag nachlesen. In der Datenträgerverwaltung ist eine virtuelle Festplatte sofort daran erkennbar, dass sie in der Farbe Türkis dargestellt wird.


Im Windows Explorer gibt es jetzt noch zwei Dinge zu erkunden. Zum einen findet man unter dem oben angegebenem Pfad eine Datei, welche die virtuelle Festplatte repräsentiert und zum anderen wird diese Festplatte* wie auch alle anderen Festplatten ganz normal in das System eingebunden.


Zu guter Letzt sollte man noch bedenken, dass bei einem Neustart des Systems die virtuellen Festplatten nicht automatisch wieder eingebunden werden.
Man muss diese über den Explorer per »Doppelklick« bereitstellen. Zur Automatisierung bietet es sich natürlich an, dass man ein Batch-Script erstellt, welches beim Neustart automatisch ausgeführt wird.









Hallo, ich habe eine Frage: Kann ich auf die virt.Festplatte auch ein anders Betriebssystem installieren.
Habe aktuell Win 10 und würde gern auf die virt. Festplatte Win 8 istallieren, einige Spiele laufen auf Win 10 nicht.
MfG
J.Wilhelm
Natürlich kann man auch andere Systeme auf einer virtuellen Festplatte installieren. Möchtest du quasi einen Dualboot erstellen, wo ein System allerdings auf einer virtuellen Festplatte installiert ist oder soll der PC auch virtuell sein, so wie z,B. unter HyperV. Dies ist zum spielen aber jeher ungeeignet!