Integration bewährter Sicherheitspraktiken in Webhosting: Ein Leitfaden für Systemadministratoren

Sicherheitspraktiken in Webhosting

Unternehmen müssen sich heutzutage immer mehr auf Online-Netzwerke verlassen. Damit kommunizieren Sie nicht nur mit anderen Unternehmen und Kunden, sondern auch mit Ihren Mitarbeitern.

Dieser ganze Themenkomplex nennt sich Systemadministration und stellt sicher, dass die Funktionalität aller Systeme auch reibungslos abläuft. Eines der größten Risiken ist dabei die Sicherheit. Oft werden bei diesem Prozess vertrauliche Daten weitergegeben, die nicht in falsche Hände geraten dürfen. Wie genau Sie die Sicherheit im Webhosting und in der Systemadministration sicherstellen, das klären wir in diesem Beitrag.

1. Eine vertrauenswürdige Plattform wählen

Unter Webhosting versteht man die Praxis, Daten online zu speichern und diese von einem externen Server aus zu betreiben (hosten). In diesem Falle geht es speziell darum, Daten auf einer Website zu speichern und diese intern oder extern abrufen zu können.

Zum einen können Mitarbeiter darauf zugreifen, Daten eintragen und ändern. Zum anderen können aber auch externe Kunden darauf zugreifen, um vom Service des Unternehmens Gebrauch zu machen.

Damit vertrauliche Daten auch sicher sind, muss ein seriöses Webhosting her. Webhosting für kleine Unternehmen lässt sich schon gegen kleines Geld finden und bietet eine Bandbreite an Funktionen, aber auch Sicherheitspraktiken an.

Die Sicherheitsfunktionen stehen Ihnen in den meisten Fällen bei jedem der auswählbaren Pakete zur Verfügung, Sie müssen dahin gehend also keine Abstriche machen.

Typische Sicherheitsstandards für Webhosting:

  • DDoS-Schutz
  • Web Application Firewall
  • Geschützte Nameserver (Cloudflare)
  • Malware-Scanner
  • Sicherer Zugriffsmanager

Informieren Sie sich über andere Kundenrezensionen über vertrauenswürdige Unternehmen und wählen Sie darüber den besten Webhosting-Service aus.

Zur Not lohnt es sich, bei dem jeweiligen Anbieter nach entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu fragen. Einige, wie WordPress, bieten auch zusätzliche Plugins für mehr Sicherheit an.

2. Zugriffsrechte sichern

Eine der wichtigsten Funktionen ist die Einrichtung eines Identitäts- und Zugangsmanagementsystem (IAM). Darüber wird bestimmt, wer auf welche Daten Zugriff hat und welche Systeme besonders geschützt werden müssen.

Die meisten Anbieter für Webhosting haben ein solches System bereits integriert, hier brauchen Sie also nur noch die entsprechenden Zugriffsrollen einzustellen. 

Die Systeme sind über eines von zwei Sicherheitsmustern geschützt. Das eine ist ein typischer Schutz über ein Passwort, welches einen Zugriff auf bestimmte Daten oder Teile des Webhosting gibt.

Die meisten sind mit einem solchen System sicher vertraut und die meisten Passwort-Systeme (CMS und FTP-Zugänge) erfüllen einen hohen Sicherheitsschutz. Passwörter müssen aber auch dementsprechend gut ausgewählt und immer wieder angepasst werden, um eine langfristige Sicherheit des Webhosting für das Unternehmen zu gewährleisten.

Die zweite Möglichkeit ist der Zugang durch vorher eingerichtete Systeme oder bestimmte IP-Adressen. So können zum Beispiel einige Bereiche nur über den Arbeitsplatz eingesehen werden. Auch Cloud-Systeme lassen sich so besser sichern.

3. Authentifikation einführen

In diese zweite Methode fallen auch verschiedene Authentifizierungsmethoden, die Webhosting-Systeme bieten. Eine dieser Methoden ist unter anderem die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die ein Passwort und die Eingabe eines separaten Codes voraussetzt.

Dieser wird per SMS oder per Mail verschickt und ist jedes Mal einzigartig. Auch Passkeys werden immer beliebter, wodurch sich Nutzer nur noch per Fingerabdruck über Face-ID einloggen können.

Eine Authentifizierung kann auch über spezielle Zertifikate stattfinden, die in Dateien gespeichert sind. Diese fungieren sozusagen als Schlüssel und müssen beim Einloggen angegeben werden. Ohnehin, es ist immer ratsam, Mitarbeitern nur für bestimmte Bereiche Zugriff zu geben und dies auch nur auf das Arbeitsnetzwerk zu beschränken. Private Netzwerke sind anfälliger für Fehler.

4. Server und Hosting regelmäßig updaten

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist es, den Server und das Webhosting regelmäßig zu updaten. Diese werden bei den meisten Anbietern automatisch ausgespielt, können aber auch deaktiviert werden.

Viele installieren Updates lieber manuell, vorwiegend dann, wenn Plugins und andere Veränderungen am Webhosting vorgenommen wurden. Ein Update kann das gesamte System durcheinanderbringen und ist daher nur in speziellen Fällen erwünscht.

Jedoch sollten Sie es auch nicht gänzlich vergessen, denn Updates enthalten auch immer Verbesserungen für die Sicherheit der Systeme. Veraltete Versionen enthalten Fehler, die den Server und dessen Sicherheit schwächen und daher leichter anzugreifen sind.

Inkompatibilitäten mit Plugins lassen sich auch im Nachhinein beheben oder durch andere Anwendungen ersetzen. Womöglich bringt ein neues Update sogar neue Features. Die Devise heißt also, immer auf die nächstmögliche stabile Version zu wechseln, um die Sicherheit des Webhosting zu gewährleisten.

5. Aktivitätenprotokoll überprüfen

Falls Sie vermuten, dass sich unerwünscht Zugriff auf das System verschafft wurde, dann sollten Sie einen Blick auf das Aktivitätenprotokoll werfen.

Dieses zeigt genauestens auf, wann sich, wer eingeloggt hat und welche Änderungen vorgenommen wurden. Viele Anbieter haben dies direkt integriert und andere liefern das Protokoll auf Nachfrage. Gleichen Sie die Daten mit Ihren Mitarbeitern ab und stellen Sie sicher, dass sich niemand unbefugt einloggen kann. Wenn doch, dann dringend Passwörter und andere Zugriffsmethoden ändern und überprüfen.

6. Backups machen

Backups sind wichtig und helfen bei einem Systemausfall dabei, die Daten wiederherzustellen. Sie sollten regelmäßig Backups von Ihrem Webhosting machen, damit die Seite nach einem Ausfall oder Angriff wieder so wie vorher hergerichtet werden kann.

Backups können oft auch automatisch erstellt und dann auf einem anderen Server (Dropbox oder Google Drive) oder lokal auf einer Festplatte hinterlegt werden.

Mehrere Backups sind immer der Schlüssel für ein sicheres System und stellen sicher, dass auch keine Daten verloren gehen. Auch Hardware ist fehlerhaft, weshalb Backups nicht nur an einem Ort gelagert werden sollten. Tägliche Sicherungen sind empfohlen, aber bei Arbeiten, die nur online stattfinden, sind stündliche Backups noch besser.

7. IT-Systemadministrator anstellen

Systemadministrator ist mittlerweile ein weitverbreiteter Beruf und in der technologisierten Welt ein gern gesehener Helfer. Server-Pflege und Webhosting sind selbst für Kenner eine schwierige Aufgabe, vorwiegend in Unternehmensstrukturen.

Daher ist es ratsam, bei besonders komplexen Systemen auf die Hilfe eines solchen Systemadministrators zurückzugreifen. Dieser steht Ihnen bei Fragen immer zur Seite und hilft dabei, Sicherheitsprobleme aus der Welt zu schaffen. Oftmals reicht auch schon ein Mitarbeiter des Webhosting-Anbieters, um offene Fragen zu klären und das System sicherer zu gestalten.

Fazit

Mit diesen Sicherheitspraktiken werden Sie keine Probleme mehr mit Ihrem Webhosting haben. Für Unternehmen sind solche Maßnahmen unbedingt wichtig, um firmeninterne Daten zu sichern und auch nur denen Zugriff zu geben, die damit arbeiten.

Seriöse Webhosting-Anbieter sind jedoch auf die meisten Probleme vorbereitet und bieten einen umfangreichen Schutz, selbst für kleine Unternehmen.

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Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.

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