Terminal in Linux – Dateioperationen

Dieser Artikel ist der siebte von 10 Teilen zum Thema Linux Terminal in 10 TeilenDie Thematik ist das Arbeiten mit Dateien – also kopieren, verschieben löschen etc.

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Überblick

Das arbeiten mit Dateien ist natürlich ein wesentliches Element der Administration. Wie wir schon bei der Installation der VMWare Tools gesehen haben brauchen wir neben dem Umgang mit der Verzeichnisstruktur zusätzlich noch die Fähigkeit Dateien zu kopieren. Ganz allgemein gehört hierzu natürlich auch noch das Löschen, Verschieben, Verlinken und Umbenennen von Dateien. Dies könnte man alles unter dem Begriff Dateioperationen zusammenfassen.

Dateien kopieren

Allgemeine Syntax

cp [Optionen] Quelle Ziel

Das kopieren erfolgt mit dem Kommando cp. Falls das Ziel ein Verzeichnis ist, so wird die Datei dort hinein kopiert. Der Name der Datei bleibt natürlich erhalten. Das Kommando kennt viele Parameter. Man kann sich natürlich alle anzeigen lassen, indem man einfach die Manual von cp aufruft.

man cp

Ein Parameter ist allerdings sehr wichtig. -r (recursive) kopiert nämlich auch alle Unterverzeichnisse und die darin enthaltenen Dateien mit.

Dateien verschieben bzw. umbenennen

Allgemeine Syntax

mv [Optionen] Quelle Ziel

Selbstverständlich gibt es auch hier wieder verschiedene Parameter. Diese kann man sich ebenfalls über die Manual anzeigen lassen. Funktioniert natürlich genauso wie bei cp.

Dateien löschen

Allgemeine Syntax

rm [Optionen] Quelle Ziel

Hiermit löscht man Dateien und Verzeichnisse. Zwei Parameter möchte ich kurz erwähnen.

  • -f: löscht alle Dateien auch schreibgeschützte ohne Nachfrage
  • -r: Verzeichnisse und ihre Inhalte werden rekursiv entfernt

Man sollte also unbedingt rm und deren Parameter mit Vorsicht verwenden.

rm -rf /

Der obige Befehl würde ohne Nachfrage die komplette Linux Verzeichnisstruktur löschen.

Dateien verlinken

Die Verlinkung bzw. auch Verknüpfung kennt man bestimmt bereits vom Windows System. Es handelt sich im Prinzip um einen Verweis auf eine andere Datei mit einem anderen Namen. Standardmäßig wird ein Link über Inode-Verweise (Hard-Links) realisiert. Ein Inode ist ein Informationsblock im Dateisystem und enthält fast alle Informationen einer Datei. Ein Hard Link kann nur innerhalb eines Dateisystems erstellt werden, da der Link über die Inode-Nummer realisiert wird und diese Nummer auch auf anderen Dateisystemen vorhanden ist. Jeder Datei ist übrigens genau ein Inode zugeordnet. Um jetzt Verlinkungen auf andere Dateisysteme vornehmen zu können gibt es noch den sogenannten symbolischen Link. Dieser wird über den Pfadnamen realisiert.

Allgemeine Syntax

ln [Optionen] Quelle Ziel

Einer der wichtiges Parameter von ln ist -s für das Erstellen eines symbolischen Links. Wenn man ln ohne Parameter angibt, so wird automatisch immer ein Hard-Link erzeugt.

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