Was ist die SMB-Komprimierung
Die SMB-Komprimierung (Server Message Block) ist eine Funktion im Windows-Betriebssystem, die es ermöglicht, Daten während der Übertragung zwischen Computern im Netzwerk zu komprimieren.
Diese Funktion ist besonders nützlich, um die Effizienz der Datenübertragung zu verbessern, da komprimierte Daten weniger Bandbreite benötigen.
Wenn die SMB-Komprimierung aktiviert ist, können Dateien, die über das SMB-Protokoll zwischen einem Server und einem Client übertragen werden, automatisch komprimiert werden, um den Datenverkehr zu minimieren.
Dies ist besonders vorteilhaft in Netzwerken mit begrenzter Bandbreite, da die Komprimierung dazu beiträgt, die Übertragungsgeschwindigkeit zu optimieren.
Es ist zu beachten, dass beide beteiligten Systeme (Server und Client) die SMB-Komprimierung unterstützen müssen, damit sie effektiv genutzt werden kann.
Wenn die Komprimierung nicht auf beiden Seiten aktiviert ist, wird die Datenübertragung ohne Komprimierung durchgeführt.
SMB-Komprimierung in Windows aktivieren
Für die Aktivierung der SMB-Komprimierung gibt es im Grund zwei verschiedene Vorgehensweisen. Zum einen kannst du diese über die Kommandozeile aktivieren und zum anderen auch dauerhaft, indem du entsprechende Registrierungseinträge vornimmst.
SMB-Kromprimierung mit der Eingabeaufforderung
Für die Eingabeaufforderung gibt es den Befehl „net use“. Dieser ist vielleicht schon bekannt durch das Einbinden eines Netzlaufwerkes. Auch hier wird dieser benötigt.
Du kannst dir auch relativ einfach alle Optionen dieses Befehls anzeigen lassen, wenn du als Parameter das „/?“ verwendest.

Wie im obigen Auszug ersichtlich, benötigt man jetzt zusätzlich zur Freigabe den Parameter /Requestcompression. Hier muss man als Wert „Yes“ angeben.
Net use * \\Server \Freigabe /Requestcompression:yes
SMB-Komprimierung in der Registrierung einstellen
Wenn du die Komprimierung dauerhaft aktivieren möchtest, so benötigst du die Registrierung. Diese öffnest du am einfachst über den Befehl regedit.exe, welche du in das Windows Startmenü eingibt.
Beginnen wir mit dem SMB-Server, auf dem die Freigabe erstellt wurde. Gib „regedit“ ins Suchfenster der Taskleiste ein und wähle den Treffer „Registrierungs-Editor“ aus.
Die dauerhafte Aktivierung muss sowohl am SMB-Server, auf welchem die Freigabe erstellt wurde, als auch am SMB-Client aktiviert werden. Es sind hierfür also zwei Schritte nötig.
SMB-Komprimierung am SMB-Server aktivieren
Navigiere in der Registrierung zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters
Anschließend erstellst du einen neuen DWORD-Wert (32-Bit). Diesen gibst du den Namen: EnableCompressedTraffic und setzt den Wert auf 1. Abschließend musst du das Ganze mit „ok“ betätigen.

SMB-Komprimierung am SMB-Client aktivieren
Navigiere auch hier in der Registrierung zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanWorkstation\Parameters
Anschließend erstellst du wieder einen neuen DWORD-Wert (32-Bit). Diesen gibst du den Namen: EnableCompressedTraffic und setzt den Wert auf 1. Abschließend musst du das Ganze mit „ok“ betätigen.
Damit die Änderungen wirksam werden, musst du zu guter Letzt noch den Computer neu starten.
SMB-Komprimierung wieder deaktivieren
Wenn du die SMB-Komprimierung dauerhaft deaktivieren möchtest, gehe genauso vor wie bei der Aktivierung. Erstelle jedoch auf dem Server und den Clients jeweils den Schlüssel „DisableCompression“ anstatt „EnableCompressedTraffic“.
Fazit und Ausblick
Die Komprimierung ist eine hervorragende Option, um damit die Performance bei der Übertragung von Daten zu steigern. Wie du siehst, sind dabei nur wenige Schritte nötig. So kannst du diese temporär aktivieren oder aber auch dauerhaft.










