How To – Ein RAID-Level in Windows einrichten

Auch Windows 10ir?t=itlearner 21&l=as2&o=3&a=B010WMQJDC ermöglicht mit Bordmitteln, Maßnahmen gegen einen Hardwareausfall zu treffen oder aber auch mit mehreren Festplatten eine höhere Performance zu erzielen. Das Stichwort heißt RAID-Levels. Dieser Beitrag liefert eine Anleitung sowie einen Überblick über die verschiedenen RAID-Levels und dessen Konfiguration.

Videoanleitung zur RAID-Konfiguration


Die unterschiedlichen RAID-Levels unter Windows

Windows bietet neben den klassischen Formaten, auch die Möglichkeit ein RAID Level zu erstellen. Natürlich handelt es sich dabei nur um ein Software-RAID, aber auch diesen funktioniert durch die heutzutage sehr leistungsstarken Rechner gut.

Zunächst sollten wir noch klären, was man eigentlich unter RAID (Redundant Array of Independent Disk) versteht. Im Prinzip kann man hiermit einen Festplatten* Verbund erstellen, der mehr Performance bietet oder bzw. und auch gegen Hardwareausfall absichert.

Generell gibt es die RAID Level 0,1,5,6 und dann noch verschiedene Kombination wie RAID 10. Das Betriebssystem Windows 10 bietet allerdings nur die Levels 0,1 und 5 an. Weshalb sich dieser Artikel auch nur darauf beschränkt. Allerdings ist das Erstellen eines RAID Level 5 nicht möglich. Evtl. ist dieses nur beim Server* möglich.

  • RAID 0: (Stripsetsvolume) mindestens 2 Festplatten, es wird auf beiden geschrieben → höherer Performance, keinen Schutz gegen Hardwareausfall
  • RAID 1: (Mirroring, gespiegelt) mindestens 2 Festplatten. Es werden die gleichen Dateien auf beiden geschrieben. Die maximale Kapazität ist auf eine Festplatte beschränkt. Bietet Schutz vor Ausfall einer Festplatte.
  • RAID 5: Mindestens 3 Festplatten, es wird immer auf unterschiedlichen Platten geschrieben. Die maximale Kapazität ist immer um die Größe einer Festplatte kleiner. (n-1, n entspricht der Anzahl der Festplatten). Zur Sicherheit wird ein Paritätsbit gebildet, sodass maximal eine Festplatte ausfallen kann. Dieses Level bietet eine höhere Performance mit zusätzlichem Schutz vor einem Hardwaredefekt.

Unser Test-PC besitzt vier Festplatten zu je 2 GB. Über einen Rechtsklick sehen wir die verschiedenen Möglichkeiten, die uns das Betriebssystem bietet.

RAID Levels in Windows 10
Mit der Datenträgerverwaltung unter Windows ein RAID Levels konfigurieren

Neben dem Stripesetvolume und dem gespiegeltem Volume kann man natürlich auch noch ein einfaches sowie ein übergreifendes Volume erstellen. Wie man ein einfaches Volume erstellt, könnt ihr in diesem Beitrag nach lesen.

Ein übergreifendes Volume ist im Prinzip ein dynamischer Datenträger, bei dem mehrere Festplatten als eine zusammengefasst werden. Aber Achtung, auch wenn es so aussieht, sobald eine Festplatte* defekt ist, sind alle Daten verloren.

Gespiegeltes Volume erstellen  – RAID 1

Als Erstes wird der Datenträger 1 und 3 verwendet, um damit ein gespiegeltes Volume zu erstellen. Mit Hilfe des Assistenten wird die Konfiguration durchgeführt.

Starten des Assistenten für das gespiegelte Volume
Starten des Assistenten für das gespiegelte Volume
Auswahl der Datenträger, welche für das gespiegelte Volume verwendet werden sollen
Auswahl der Datenträger, welche für das gespiegelte Volume verwendet werden sollen
Auswahl des Laufwerksbuchstaben
Auswahl des Laufwerksbuchstaben
Wahl des Datenträgerformats: Nur NTFS möglich - Name angeben
Wahl des Datenträgerformats: Nur NTFS möglich – Name angeben
Fertigstellen des Assistenten - Zusammenfassung
Fertigstellen des Assistenten – Zusammenfassung
Die Datenträger müssen in dynamische umgewandelt werden
Die Datenträger müssen in dynamische umgewandelt werden
Anzeige des Laufwerks im Explorer
Anzeige des Laufwerks im Explorer

Im letzten Screenshot ist deutlich zu sehen, dass nur ein Laufwerk mit ca. 2 GB angezeigt wird. Zur Erinnerung: Es wurden zwei Festplatten mit je 2 GB verwendet.

Es stünde also grundsätzliche eine Gesamtkapazität von 4 GB zur Verfügung. Da aber eine Festplatte als gespiegelt Platte dient, bleiben nur 2 GB für die Daten übrig.

Stripesetvolume erstellen – RAID 0

Das Erstellen eines Stripesetvolumes geht natürlich mit dem Assistenten genauso, wie oben beim gespiegeltem Volume beschrieben. Der wesentliche Unterschied besteht allerdings darin, dass nun die vollen 4 GB Speicherkapazität zur Verfügung stehen und es eine etwas bessere Performance gibt. Allerdings sollte eine Festplatte* defekt werden, so sind alle Daten komplett verloren.

Stripsetvolume - Kapazität: 4GB - Keine Schutz vor Hardwaredefekt
Stripsetvolume – Kapazität: 4GB – Keine Schutz vor Hardwaredefekt

Fazit

Generell sollte man aber noch erwähnen, das ein Hardware-RAID einem Software-RAID immer zu bevorzugen ist. Hierbei wird ein separater Controller verwendet und die Berechnung der RAID-Konfigurationen geht nicht zu lasten des Betriebssystems.

In der Regel ist es sinnvoller ein separates Gerät wie ein NAS-Systemoder einen Server* zur Speicherung der Daten zu verwenden. Hier sind die Daten nämlich zentralisiert und meistens bieten diese Systeme weit mehr Möglichkeiten. Außerdem sind sie hardwaretechnisch genau für die Datenspeicherung ausgelegt.

Dieser Artikel beinhaltet Partner-Links. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhält IT-Learner eine kleine Provision. Der Preis ändert sich für euch nicht. Danke für eure Unterstützung! Letzte Aktualisierung am 1.02.2024

bc738bb66edd4e249c026028a841c9b7
Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.


Kostenlose Befehlsreferenzen und E-Books
(Netzwerkanalyse, Benutzerverwaltung, Festplattenkonfiguration, u. v. m.)


Nach oben scrollen
×