IT-Admin-Workstation: Ideale Hardware-Anforderungen für Virtualisierung und Lab-Umgebungen

Die moderne IT-Administration ist längst nicht mehr nur auf produktiven Servern oder in innovativen Rechenzentren vertreten. Viele Aufgaben werden ebenso lokal getestet, vorbereitet und natürlich auch simuliert.

Diese Aufgaben reichen von gezielten Active-Directory-Strukturen bis zum Testen von speziellen Richtlinien über das Entwickeln von PowerShell-Skripten. Damit sich diese Vorhaben erfolgreich umsetzen lassen, ist eine optimale Virtualisierungs- und Lab-Umgebung unerlässlich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die vorhandene Hardware. Doch worauf gilt es genau zu achten, damit die Rechner nicht an ihre Grenzen stoßen?

Warum ein Business PC als Grundlage für professionelle IT-Admin-Workstations wichtig ist

Ein einfacher Rechner kann den Büroalltag unterstützen und verschiedene Aufgaben erledigen. Doch IT-Admins benötigen leistungsfähige, stabile Systeme, die sich bei Bedarf erweitern lassen und somit dauerhaft zuverlässige Leistung liefern können.

Das ist mit einem professionellem Business PC möglich, der sich kategorisch von klassischen Consumer-PCs unterscheidet. Letztere sind in der Regel für diverse Unternehmen oder den Privatgebrauch ausreichend. Sie eignen sich für den Dauerbetrieb und lassen sich auch mit professioneller Software nutzen.

Für IT-Admins sind hingegen Computer von Wichtigkeit, die sich auch als lokale Virtualisierungsplattform nutzen lassen. In den meisten Fällen werden neben Active-Directory-Testungen auch:

  • mehrstufige Server-Labs
  • Netzwerk- sowie Firewall-Simulationen
  • Skript- und Automatisierungstestungen
  • Schulungs- oder Weiterbildungsbereiche

unter die Lupe genommen. Der Business-PC muss somit nicht nur über ausreichend Leistung verfügen, sondern auch genügend Reserven liefern, damit er sich auf Wunsch erweitern lässt.

IT-Admin-Workstation
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Warum Virtualisierung vorwiegend lokale Hardware stark fordert

Bei der Virtualisierung geht es vorrangig darum, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem einzigen physischen System zu betreiben und zu steuern. Damit das gelingt, benötigt die IT genügend Kapazitäten, die von einem Host-System zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet im Detail, dass neben der CPU-Rechenleistung auch Arbeitsspeicher, Massenspeicher und Netzwerkbandbreite in ausreichend großem Maße vorhanden sein müssen.

Prozessor

Die CPU gilt als das Herzstück jeder IT-Admin-Workstation. Für die Virtualisierung sind vorwiegend mehrere CPU-Kerne und Threads ratsam, während extrem hohe Taktfrequenzen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Sie unterstützen nicht nur die Verarbeitung von automatisierten Skript-Abläufen, sondern sind essenziell für die Arbeit mit Datenbank-Diensten oder Update-Installationen.

Für professionelle Workstations sind dementsprechend moderne Mehrkernprozessoren zu greifen, die 8, 12 oder weitere Kerne bieten. Für umfangreiche Lab-Umgebungen greift somit der Grundsatz: Besser sind mehrere Kerne mit moderatem Takt als wenige Kerne mit hoher Frequenz.

Arbeitsspeicher

Für den IT-Bereich darf es nicht an ausreichend RAM fehlen. Jeder Rechner benötigt einen dynamischen Speicherbereich. Das ist wichtig, da die Virtualisierungsumgebung selbst 16 oder 32 GB RAM beanspruchen kann. Für den Einstieg von kleinen Labs sind meistens 32 GB RAM noch interessant. Bei realistischen Testumgebungen werden hingegen 64 GB oder 128 GB RAM empfohlen.

Somit haben IT-Admins die Möglichkeit, problemlos ihrer Arbeit nachzugehen. Ebenso ist ein Rechner von Vorteil, der sich jederzeit mit Arbeitsspeicher ergänzen lässt. Eine Workstation mit mehreren RAM-Banken liefert einen enormen Vorteil.

Massenspeicher

Neben CPU und RAM ist auch das Thema Massenspeicher von großer Bedeutung. Computer müssen beim Starten, bei Snapshots und während Updates reibungslos laufen. Damit das möglich ist, sind NVMe-SSDs unverzichtbar.

Sie bieten höhere IOPS als SATA-SSDs, bestechen mit geringen Latenzen und liefern insgesamt eine bessere Performance bei Zugriffen auf mehrere Systeme. Profis nutzen zudem gern eine Kombination aus soliden NVMe-SSDs für aktive Virtualisierungsumgebungen und zusätzlichem Speicher, die für Backups oder ISO-Dateien sinnvoll ist.

Grafik

Auch wenn für den Bereich Virtualisierung in erster Linie CPU und RAM wichtig sind, darf die Grafik nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Zahlreiche IT-Admins arbeiten mit zwei oder drei Monitoren, speziellen Management-Tools und Dashboards. Ein reibungsloser Ablauf ist deshalb nicht nur für den Computer selbst, sondern auch für die visuelle Ansicht nötig.

Die professionelle Workstation sollte deshalb mehrere Monitorausgänge unterstützen und gleichzeitig eine stabile Darstellung der Softwareprogramme bei hoher Auflösung liefern. In der Regel sind High-End-Grafikkarten nicht notwendig. Dafür sind zuverlässige Business-GPUs mit entsprechender Leistung interessanter.

Netzwerk sowie Schnittstellen

Eine realistische Lab-Umgebung benötigt in vielen Fällen komplexe Netzwerkkonfigurationen. Hierzu zählen neben mehreren virtuellen Netzwerken auch VLANs oder Firewall-Szenarien. Damit es in diesem Rahmen nicht zu Problemen kommt, sollte die professionelle Workation über eine stabile Gigabit-Netzwerkschnittstelle, hervorragende Treiberunterstützung und weitere USB- sowie Erweiterungs-Ports verfügen. Diese Punkte sind für die Nutzung von externen Netzwerktechnologien oder weiteren Adaptern nicht zu vernachlässigen.

Ergänzungen als Langzeitfaktor

Sind professionelle Systeme ideal aufgestellt, ist das für den Moment eine gute Basis. Noch besser ist es jedoch, wenn die IT-Systeme erweiterbar sind. IT-Admins können demnach ihre Lab-Umgebungen jederzeit und auf Wunsch ergänzen. Dadurch lässt sich das ganzheitliche System verbessern.

Für die Umsetzung sind leicht zugängliche Gehäuse, austauschbare Komponenten und zusätzliche PCIe-Steckplätze zu berücksichtigen. Ein Computersystem, das sich modular und individuell anpassen lässt, ist somit zu bevorzugen. Dadurch lässt sich die Nutzungsdauer des Systems steigern, was im Bereich der Nachhaltigkeit und Kostenreduzierung für jedes Unternehmen von Interesse sein dürfte.

Deshalb ist auf solide Stabilität im Alltag zu achten

Die meisten professionellen Computersysteme und Lab-Umgebungen laufen nicht nur über Stunden, sondern manchmal auch über Tage – und das gänzlich ohne Pause. Deshalb dürfen diese IT-Systeme nicht in die Knie gehen. Abstürze oder Überhitzungen wirken sich direkt auf die Produktivität aus und strapazieren die Nerven.

Aus diesem Grund darf nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund stehen. Es empfiehlt sich eher, auf hochwertige Netzteile, effektive Kühlprodukte und Komponenten, die explizit für den Dauereinsatz konzipiert wurden, zurückzugreifen.

Diese Punkte sind hauptsächlich dann wichtig, wenn mehrere Computer und Systeme gleichzeitig betrieben werden. Nur IT-Bereiche, die auf dem neuesten Stand sind und regelmäßig kontrolliert werden, arbeiten zuverlässig und bringen dauerhaft Mehrwert.

Wie sich erkennen lässt, ist die perfekte IT-Admin-Workstation ein Arbeitsmittel, das aus mehreren hochwertigen Einzelteilen besteht, die jedoch ideal ineinandergreifen. IT-Admins, die regelmäßig mit Virtualisierung und Lab-Umgebungen arbeiten, legen somit viel Wert auf leistungsfähige Hardware, die stabil agiert und sich bei Bedarf gezielt erweitern lässt.

Das sorgt insgesamt für eine gelungene Performance, ermöglicht erfolgreiche Arbeitsvorgänge und geringe Ausfallzeiten. Die Investition zahlt sich allerdings aus und ist für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. 

Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux-Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte. Unterstütze das Blog mit einer Spende!


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