Wie erstellt man eine Ordnerfreigabe in Windows!

Heutzutage ist es eine der wichtigen Möglichkeiten innerhalb eines Betriebssystems. Durch die Vernetzung ist es möglich, auf Freigaben im Netzwerk zuzugreifen. Doch wie erstellt man eine Netzwerkfreigabe und welche Berechtigungen kann man vergeben!

Grundlagen

Freigabeberechtigungen regeln den Netzwerkzugriff auf freigegebene Ressourcen. Sie sind aber bei lokalen Zugriffen unwirksam. Diese Berechtigungen können für Ordner und Datenträgern vergeben werden, die mit FAT oder NTFS (natürlich auch ReFS) formatiert sind.

Generell kann nur der komplette Ordner reglementiert werden, jedoch keine einzelnen darin enthaltenen Unterordner und Dateien.

Welche Rechte gibt es

Es gibt insgesamt drei Arten von Rechten.

LesenOrdner, Unterordner, Dateiinhalte und Dateiattribute können angesehen werden. Programmdateien können auch ausgeführt werden.
ÄndernZusätzlich zu Lesen können Ordner und Dateien erstellt werden. Weiterhin können Dateien gelöscht werden und Dateiattribute geändert.
VollzugriffZusätzlich zu Ändern kann noch der Besitz übernommen werden, sowie die Berechtigungen der Datei geändert werden.

Jede Berechtigung kann einzelne vergeben werden. Natürlich können diese wie bei NTFS auch verweigert werden. Die Rechte sind zueinander wiederum kumulativ.

Konfiguration der Rechte

Über einen Rechtsklick auf den Ordner bzw. auf das Laufwerk erhält man die Eigenschaften. Dort findet man unter dem Reiter Freigabe die beiden Optionen Freigabe und erweiterte Freigabe.

Da die erweiterte Freigabe mehr Möglichkeiten bietet, werden wir uns hier nur mit dieser beschäftigen.

Einen Ordner in Windows freigeben
Einen Ordner in Windows freigeben
Reiter Freigabe:
Reiter Freigabe:
Erweiterte Freigabe
Erweiterte Freigabe

Ein Klick darauf bietet uns nun die Möglichkeit den Ordner freizugeben. Folgende Einstellungen sind hier möglich:

  • Freigabename: Wie soll die Freigabe im Netzwerk gefunden werden. Dieser Name erscheint dann auch in der Netzwerkumgebung.
  • Benutzeranzahl: Nicht immer ist es wünschenswert, dass uneingeschränkt drauf zugegriffen werden darf. Auch hinsichtlich des Netzwerktraffic´s bietet es sich an, die Anzahl der Benutzer zu limitieren.
  • Berechtigungen: der wichtigste Aspekt. Wer und welche Gruppe darf was? Es gibt zunächst im obigen Feld die Möglichkeit verschiedene Benutzer bzw. Gruppen hinzuzufügen. Darunter kann jeweils die entsprechende Berechtigung konfiguriert werden.
Freigabeberechtigungen
Freigabeberechtigungen

Wie oben bereits erläutert, gibt es die drei möglichen Berechtigungen: Vollzugriff, Ändern und Lesen.

Kombination mit NTFS – Restriktivität

Wenn am PC ein Ordner für das Netzwerk freigeben wurde, so gelten darauf auch die NTFS-Berechtigungen. Einige NTFS-Berechtigungen sind standardmäßig immer gesetzt.

Jetzt gehen wir der Frage nach, wie die beiden Berechtigungsarten in Kombination wirken. Sobald ein Benutzer auf den freigegebenen Ordner über das Netzwerk zugreift, werden die Rechte kombiniert und für den Benutzer gilt dann immer das Restriktivere. Also das Recht, welches ihn am meisten einschränkt.

Beispiel

Max besitzt auf den freigegebenen Ordner folgende Rechte:

NTFS-BerechtigungenFreigabe-Berechtigungen
MaxLesenJederVollzugriff, Lesen, Ändern

Es gelten nun beide Rechte und das Restriktivere überwiegt. Das bedeutet, dass Max nur das Recht Lesen erhält. Beachte, obwohl er bei den Freigabeberechtigungen Vollzugriff hat, darf er trotzdem nur lesen.

Vorgehensweise bei der Bestimmung der Berechtigungen

Generell finde ich die folgende Vorgehensweise am sinnvollsten.

  • In welchen Gruppen ist der Benutzer Mitglied. Hier gilt es vorwiegend zu beachten, dass er bei den NTFS-Berechtigungen i. d. R. immer in den Gruppen Benutzer und authentifizierte Benutzer Mitglied ist.
  • Welche Berechtigungen hat der Benutzer durch die Summe der NTFS-Berechtigungen. Also welche Rechte besitzt er lokal. Beachte hier gilt das Recht, welches ihn am wenigsten einschränkt.
  • Welche Berechtigungen hat der Benutzer durch die Summe der Freigabeberechtigungen. Beachte auch diese sind kumulativ.
  • Jetzt wird geprüft, welche Rechte besitzt er bei der Kombination von Freigabe- und NTFS-Berechtigungen. Hier gilt dann das Restriktivere.

Fazit

Berechtigung sind eine sehr sinnvolle Sache um Dateien bzw. Ordner in einem Netzwerk freizugeben. Was man allerdings auf keinen Fall vergessen sollte, sind die passenden Rechte.

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Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.


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