Esports: Ein Traum vieler deutscher Gamer

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Was vor einigen Jahren noch unmöglich erschien, ist heute für einige deutsche Gamer Realität geworden: die Karriere als Esportler. Den ganzen Tag lang dürfen sie ihrem liebsten Hobby frönen und verdienen dabei auch noch gutes Geld. Klingt wie ein wahr gewordener Traum. Allerdings ist der Erfolg mit den Videospielen hart erkämpft und viele unterschätzen, wie kräftezehrend das tägliche Training für Esportler wirklich ist. Wir fragen uns daher heute: Sollte Gaming Hobby und private Leidenschaft bleiben oder lohnt sich der Weg zum Esport-Profi?

Was wird gespielt?

Wer gerne Videospiele spielt, erfüllt natürlich schon einmal die wichtigste Voraussetzung, um Esportler zu werden. Dabei sind allerdings derzeit nur wenige Spiele wirklich wettkampftauglich und werden bei großen Events angeboten. Gespielt wird grundsätzlich fast immer auf dem PC mit Windows, denn hier laufen die meisten Spiele am besten. Die Steuerung per Tastatur und Maus wird außerdem von vielen als besonders gut für Turniere angesehen, da man hier die meisten Nuancen erkennen kann. Die komplexe Steuerung am PC verdient dem Gerät auch oftmals den Titel als beste Gaming-Plattform. Bisher gibt es keine großen Wettkämpfe im Esport die auf Linux laufen, obwohl mittlerweile viele AAA-Titel auf dem alternativen Betriebssystem problemlos funktionieren. Gelegentlich kommen die Konsolen PlayStation 4 und Xbox One zum Einsatz, denn der Analog-Stick eignet sich perfekt für Renn- und Sportspiele wie FIFA 20. Die Hauptdisziplinen neben dem Fußballklassiker sind League of Legends, Dota 2, Call of Duty Modern Warfare, Counter Strike: Global Offensive und einige mehr. Die meisten Disziplinen werden im Team abgehalten, weshalb es besonders wichtig ist, dass die Spieler in ihren Gruppierungen laufend gemeinsam trainieren.

Der Weg zum Profi

Obwohl Esports für viele als absolute Traumbranche zählen, ist der Weg an die Spitze sehr steinig und schreckt viele Hobbygamer ab. Wie in anderen Sportarten muss man hier mit strengen Trainingseinheiten und einer hohen Belastung rechnen. Oftmals werden Spieler für ein Team rekrutiert und ziehen daraufhin direkt mit ihren anderen Mitspielern zusammen. Der Verein oder die Teamleitung stellt für Spieler eigene Gemeinschaftswohnungen zur Verfügung, in denen gemeinsam gegessen, Sport getrieben und natürlich gespielt wird. Einige Profis berichten im Standard von 8-Stunden-Tagen, die sie vor dem Bildschirm verbringen. Das ist selbst für leidenschaftliche Spieler kein pures Vergnügen mehr. Ähnlich wie im Leistungssport sind die Spieler dazu einem enormen Druck ausgesetzt. Sie müssen nicht nur den anstrengenden Alltag meistern, sondern bei den Turnieren einfach alles geben. Jeder kleinste Fehler wird von hunderttausenden oder sogar Millionen Zuschauern vor Ort und hinter den Bildschirmen mitverfolgt. Dazu sind Esports mittlerweile ein Teil der Sportwetten vieler Buchmacher. Hier hat sich ein weiterer Industriezweig eröffnet, der auf die Leistung der Spieler aufbaut. Unter den Sportwetten bei Betway werden z. B. internationale Wettkämpfe zu League of Legends, CS:GO und einigen anderen Disziplinen angeboten. Auch hier werden die Quoten von echten Esport-Experten errechnet. Wer diesem medialen und finanziellen Druck gewachsen ist und sich ständig weiterentwickeln möchte, hat eine echte Chance auf eine Karriere in der Szene.

Deutsche Teams wachsen

Einer der Gründe für die wachsenden Chancen auf eine Profikarriere liegt darin, dass Deutschland endlich auf den eSport-Zug aufgesprungen ist. Heute kann man in den meisten großen Städten einem Verein beitreten und seine Fähigkeiten trainieren. Natürlich bedeutet der Beitritt im Esport-Verein nicht automatisch, dass es zur großen Karriere ausreicht, die ersten Schritte sind jedoch bereits getan. Besonders im Fokus steht in Deutschland das Spiel FIFA 20 – kein Wunder, denn die Deutschen sind echte Fußball-Fans! Mittlerweile haben sogar einige bekannte Fußballvereine eine virtuelle Abteilung gegründet und nehmen mit ihren Esport-Teams an der virtuellen Bundesliga teil. Der FC Schalke 04 hat eines der erfolgreichsten Teams im virtuellen Ballsport und nimmt bereits an internationalen Wettbewerben teil. In diesem Jahr gab es allerdings einen Überraschungssieger bei der virtuellen Bundesliga, denn der FC Augsburg wurde diesmal deutscher Meister – viele hatten den für den Gewinn verantwortlichen Spieler Yannic Bederke stark unterschätzt, wie das Online-Magazin Esport berichtet hat. Man sieht mittlerweile anhand vieler erfolgreicher, deutscher Spieler, dass der Weg zum Esportler nicht mehr unmöglich ist. Allerdings führt kein Weg an dem harten Training vorbei und auch der Eintritt in einen Verein schafft viele neue Möglichkeiten.

Esports sind derzeit noch auf einige, wenige Disziplinen reduziert. Wer sein Talent in einem der Games entdeckt und daraus mehr als ein Hobby machen möchte, sollte früh anfangen und hart trainieren. Gleichzeitig wächst die Branche aber immer weiter und mehr Spiele finden ihren Weg in die Welt der professionellen Meisterschaften. Sogar Spieleklassiker wie das beliebte Sandbox-Game Minecraft werden mittlerweile bei vereinzelten Wettkämpfen angeboten. Die Szene wird sich also mit Sicherheit stetig weiter verändern und immer mehr Chancen für ambitionierte Gamer bieten.

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