Die Auswirkungen der Spieleindustrie auf die Umwelt

Die Auswirkungen der Spieleindustrie auf die Umwelt

Free Computer Games Game Console photo and picture

Quelle: Pixabay

Traditionell gelten Großgeräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Elektroherd oder Waschmaschine als energieintensive Haushaltsverbraucher. Der Verbrauch von Computern wird als relativ gering angesehen.

Es hat sich aber herausgestellt, dass Computerspiele auch große Stromfresser sein können. Der durchschnittliche Gamer verbraucht durch Gaming pro Jahr mehr Strom als ein Kühlschrank.

Da mehr als 30 % der Bevölkerung unseres Planeten Gamer sind und diese Zahl ständig wächst, ist es wichtig zu verstehen, was man tun kann, um den Schaden von Computerspielen für die Umwelt zu verringern.


Für viele Spieler ist die Energieeffizienz von Grafikkarten und Prozessoren schon heute ein wichtiges Thema, doch bei besonders leistungsfähigen Gaming-PCs mit riesigen Monitoren und mehreren Grafikkarten steigt der Energieverbrauch deutlich an. Für Spiele verbraucht die Menschheit bereits etwa 75 Milliarden kWh pro Jahr, und das ohne Konsolenspiele.

Cloudbasierte Spiele können im Allgemeinen den Stromverbrauch von PCs um bis zu 60 % und von Laptops um bis zu 300 % erhöhen. Es ist möglich, den Stromverbrauch um 30 bis 50 % zu senken, ohne die Qualität der Spiele zu beeinträchtigen, da die Gaming-Hardware ständig überarbeitet, energieeffizienter und in einigen Fällen auch leistungsfähiger wird. Dieser positive Trend ist übrigens nicht nur in dieser Branche zu beobachten.

Jeder Bereich der Gaming-Branche kann den eigenen CO₂-Ausstoß reduzieren. Cloud Gaming ist ein Trend, der das Potenzial hat, unseren ökologischen Fußabdruck erheblich zu verringern. Bei bereits vorliegendem Equipment wie Bildschirm, Monitor und gute, stabile Internetverbindung können dank der Datenzentren, die die Informationen verarbeiten und sie als Video auf den Bildschirm schicken, gespielt werden.


Wenn alles perfekt funktioniert, muss die Hardware nicht ständig aufgerüstet werden, was bereits ein großes Plus für die Einsparung von Ressourcen ist.

Bei Spielen, bei denen Reaktionen erforderlich sind, um Entscheidungen zu treffen, wie bei Shootern, sind die Geschwindigkeit des Internets und die Datenübertragung zum Server im Millisekundenbereich von Bedeutung. Wenn die Geschwindigkeit der Internetverbindung sinkt, sinkt auch die Qualität des Bildes zugunsten der Übertragungsgeschwindigkeit der einzelnen Bilder. 

Und was ist mit Strom? Google zum Beispiel hat 2017 bereits 100 % erneuerbare Energien für alle Dienste eingesetzt. Egal, ob es sich um eine Suchanfrage oder ein YouTube-Video handelt, ein cloudbasierter Spieledienst würde erst dann auf den Markt kommen, wenn es mit der Null-Kohlenstoff-Politik des Unternehmens übereinstimmt.

Microsoft möchte dieses Ziel bis 2030 und Playstation erst bis 2050 erreichen. Ob Google seine Messlatte mit der steigenden Nachfrage nach seinem Produkt hochhalten kann, bleibt jedoch offen.

Die durchschnittliche tägliche Spielzeit von FIFA-23 beträgt ca. 86 Minuten, was zu einem jährlichen Stromverbrauch von 86 kWh führt. Bei einem Shooter liegt der entsprechende Wert bei durchschnittlich 80 kWh. Ein Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++ benötigt dagegen 75 kWh pro Jahr im Dauerbetrieb.

Moderne Spiele haben in der Regel immer realistischere Grafiken, die mehr Leistung und damit mehr Energie benötigen. Aber auch ältere Spiele sind für einen erheblichen Verbrauch verantwortlich. So verbraucht unter anderem das sehr beliebte World of Warcraft aus dem Jahr 2004 mehr als das neuere Spiel The Witcher, obwohl es eine weniger aufwendige Grafik hat. Außerdem sind beim Spielen mit vielen Spielern gleichzeitig mehr bewegte Animationselemente auf dem Bildschirm zu sehen.

Es gibt drei Hauptfaktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen:

  • Die Computerausstattung (Grafikprozessor, CPU usw.), denn je leistungsfähiger der zum Spielen verwendete Computer ist, desto höher ist der Verbrauch;
  • Die Zeit, die der Benutzer mit dem Spielen verbringt;
  • Die Art des Spiels.

Es ist anzumerken, dass ein durchschnittlicher Gamer beim Kauf eines Computers nur selten auf Kriterien wie Energieeffizienz achtet. Er spielt mehr als 10 Stunden pro Tag, was bei 1220 W einen jährlichen Verbrauch von etwa 1680 kWh ergibt.

Rechnet man das Surfen im Internet und das Ansehen von Videos im Internet hinzu, kommt man auf bis zu 2800 kWh. Wenn dann noch weitere Peripheriegeräte hinzukommen (in manchen Fällen werden mehrere Monitore und Lautsprecher verwendet), steigt der Stromverbrauch noch weiter an.

Einer von acht Einwohnern der Welt spielt gelegentlich Computerspiele. Wie aus den obigen Ausführungen hervorgeht, scheint das Potenzial für Energieeinsparungen in diesem Bereich sehr groß zu sein.

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Der Blogbetreiber und Autor: Markus Elsberger

Über den Autor

Mein Name ist Markus Elsberger und ich beschäftige mich mit der Administration von Windows und Linux Systemen sowie mit diversen Themen bzgl. Netzwerktechnik. In meiner Lehrtätigkeit erstelle ich verschiedene Szenarien und teste auch verschiedene Konfigurationen, welche ich in diesem Blog festhalten möchte.


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